10 Must-Haves für Näheinsteiger

10 Must Haves für NähanfängerWer den Wunsch hegt, mit dem Nähen anzufangen, steht vor einem riesigen Angebot an nützlichem und unnützem Zubehör. Doch was braucht man wirklich? Da ich ja noch nicht sooo lange nähe, habe ich noch ganz gut auf dem Schirm, was eine sinnvolle Anschaffung war und was nicht. In diesem Artikel habe ich euch 10 Dinge aufgelistet, die ihr – meiner Meinung nach – als Nähanfänger unbedingt braucht.

#1: Nähmaschine

Die Basis des Nähens ist natürlich die Nähmaschine, ohne die geht nix 😉 . Die Auswahl an Nähmaschinen scheint schier unendlich zu sein. Für den Einstieg muss es aber keine unendlich teure Maschine mit wahnsinnig vielen Programmen sein. Es gibt auch sehr gute und erschwingliche Einsteigermodelle. Ich habe viele Testberichte gelesen und mich für die W6 N1615 Freiarm Super Nutzstich Nähmaschine für um die 120 Euro entschieden und es bisher nicht bereut. Mit einer einfachen Bedienung, 15 Nähprogrammen und umfangreichem Zubehör (mehrere Nähfüße, Nahttrenner, Unterfadenspulen) bietet sie meiner Meinung nach eine solide Basis für Einsteiger.

#2: Nähmaschinennadeln

Hier kommt es auf zwei Dinge an: Was wollt ihr nähen und was ist bei eurer Nähmaschine als Zubehör dabei? Bei meiner W6 N1615 waren 3 Universalnadeln mit dabei. Das reichte für den Anfang und für meinen Verwendungszweck (anfangs habe ich in erster Linie Kinderkleidung aus leichten Baumwollstoffen, Jersey oder Sweat genäht). Wenn ihr mit anderen Stoffen starten wollt, findet ihr hier einen guten Überblick über die verschiedenen Nadeln und deren Verwendung.

#3: Garn

Hier zahlt sich Qualität aus. Ein „billiges“ Garn, das ständig reißt, freut zwar im ersten Moment den Geldbeutel, strapaziert aber langfristig die Nerven. Auch eine gute Farbauswahl ist hilfreich, es gibt nichts Nervigeres, als nicht die passende Garnfarbe zur Hand zu haben, wenn man mitten in einem Nähprojekt steckt. Bekannte Marken sind z.B. Ackermann oder Gütermann – die Größe des jeweiligen Garn-Sets hängt davon ab, was ihr nähen wollt.
Bevor ihr euch ein großes Set kauft, solltet ihr erstmal mit einer Garnrolle testen, ob ihr mit dem Garn zurecht kommt. Aber auch hier muss es nicht immer das teuerste sein – ich habe z.B. auch schon gute Erfahrung mit Nähgarn von Aldi Süd gemacht.

Tipp: Es ist sehr praktisch, wenn man die entsprechende Farbe auch immer schon auf einer Unterfadenspule hat. Ich habe mir daher ein Set aus 25 Unterfadenspulen in einer praktischen Box bestellt und die am häufigsten genutzen Farben schon vorab aufgespult. So muss ich meine Arbeit nicht unterbrechen, um den Unterfaden neu aufzuspulen, wenn ich die Farbe wechsle.

#4: Nahttrenner

Gerade für Anfänger ist ein Nahttrenner ein absolutes Must-Have. So lassen sich Fehlstiche entfernen und fehlerhafte Nähte auftrennen. Bei vielen Nähmaschinen gehört ein Nahttrenner zum Zubehör, bei meiner W6 1615 beispielsweise, war einer dabei. Gute Nahttrenner gibt es aber auch schon für unter 5 Euro zu kaufen, z.B. den Prym Nahttrenner.

#5: Markierwerkzeug

Zum Aufzeichnen von Schnittmustern oder sonstigen Markierung auf dem Stoff, braucht man ein entsprechendes Markierwerkzeug, das später keine unschönen Flecken auf dem Stoff hinterlässt. Hier bieten sich Schneiderkreide oder sogenannte Trickmarker an. Schneiderkreide ist in verschiedenen Farben am Stück oder als Stift erhältlich. Ich persönlich mag aber lieber den Trickmarker. Hier genügen zwei Farben: ein dunkler (ich habe den violetten Trickmarker von Prym) für helle Stoffe und ein weißer Trickmarker für sehr dunkle Stoffe (hier habe ich ebenfalls den von Prym). Der Trickmarker lässt sich wie ein normaler Filzstift verwenden, ist aber selbstlöslich, d.h. er wird unsichtbar, wenn er trocknet.

#6: Scheren

Zur Nähgrundausstattung gehören 3 Scheren:

  • eine gute Stoffschere
  • eine kleine Fadenschere
  • eine „normale“ Haushaltsschere

Es gibt Stoffscheren in den unterschiedlichsten Preisklassen – von 3 bis weit über 100 Euro. Für den Näheinstieg muss es nicht das teuerste Modell sein, eine gute Qualität bekommt man schon für unter 20 Euro. Ich habe mich für die Stoff- und Schneiderschere von Scherenmanufaktur Paul entschieden. Sie hat eine gute Größe und ist leicht, außerdem mag ich Kunststoffgriffe irgendwie lieber als Edelstahl.
Achtung: Um lange Freude an der Stoffschere zu haben, darf sie für kein anderes Material verwendet werden! Die Stoffschere sollte gut unter Verschluss gehalten und vor den anderen Haushaltsmitgliedern geschützt werden 😉 .

Schnittmuster aus Papier z.B. sollten mit einer „normalen“ Haushaltsschere ausgeschnitten werden. Ich empfehle daher, auch eine Haushaltsschere bei den Nähutensilien griffbereit zu haben, nicht dass man doch in Versuchung gerät und die gute Stoffschere stumpf wird 😉 .
Das Scherensortiment wird noch durch eine kleine Fadenschere abgerundet.

#7: Stoffklammern/Stecknadeln

Gerade als Anfänger ist es besonders wichtig und hilfreich, den Stoff gut zu fixieren. Dies kann man entweder mit Stecknadeln oder Stoffklammern machen. Ich bevorzuge eher die Stoffklammern, auch weil sie keine unschönen Löcher im Stoff hinterlassen (und manche Materialien wie z.B. Softshell oder Snap Pap nicht gesteckt sondern nur geklammert werden sollten), aber vor allem, weil man sich nicht dran pieksen kann 😉 . Ich habe mir zusammen mit dem Rest meiner Grundausstattung ein Set aus 60 Stoffklammern gekauft und finde die Menge für meine bisherigen Projekte genau richtig.

#8: Maßband/Lineal/Handmaß

Nähen und Messen gehören zusammen – egal ob es zur Entscheidung für die richtige Größe eines Schnittmusters bei Kleidung beiträgt oder ein Schnittmuster erst gezeichnet werden muss (z.B. bei einem Utensilo). Für den Anfang genügt ein „normales“ 30cm Lineal und ein Maßband/Bandmaß.

#9: Stoff

Je nachdem, was ihr nähen wollt, braucht ihr natürlich noch den passenden Stoff. Als ich mit dem Nähen angefangen habe, habe ich zuallererst meinen Kleiderschrank ausgemistet und aus den Stoffen der ausgemusterten Teile neue Sachen genäht. Da war es dann nicht so schlimm, wenn ein Nähprojekt nicht so gut glückte und ich konnte Erfahrung mit verschiedenen Stoffen sammeln. Erst nach und nach habe ich Stoffe gekauft, zunächst beim lokalen Stoffladen und später dann auch Online (da war es dann auch hilfreich, schon ungefähr zu wissen, auf was man beim Stoff achtet und welche Stoffe man bevorzugt).

#10: Bügeleisen

Last but not least und wahrscheinlich in jedem Haushalt vorhanden: ein Bügeleisen. Eine alte Nähweisheit besagt „gut gebügelt ist halb genäht“. Ich bin zwar kein Freund von alten Weisheiten, aber diese trifft zu. Die Stoffe zwischen den Arbeitsschritten zu bügeln erleichtert die Arbeit ungemein!

 

Zusätzlich zu den oben genannten Must-Haves sind viel Platz (zum Stoffe schneiden und Schnittmuster aufmalen), Geduld und Spaß unverzichtbar! Viel Spaß beim Nähen – und Vorsicht: es macht süchtig 😉 !

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2 Kommentare zu „10 Must-Haves für Näheinsteiger“

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